mögliche Stoma-Komplikationen

Bei einem Stoma können Komplikationen auftreten. Tritt eine der hier genannten Komplikationen auf, sollte man sich bei seinem Stomatherapeuten und ggf. einem Facharzt vorstellen. Je nach Ausprägung besteht das Risiko weiterer Beschwerden, und es kann eine operative Behandlung notwendig werden. Unter Umständen ist auch die Stomaversorgung an die veränderte Situation anzupassen.

Hautveränderungen

Am häufigsten kommt es zu einer Veränderung der Haut. Bei anhaltendem Brennen oder andauerndem Juckreiz, bei wunden oder entzündeten Hautstellen am Stoma sollte ein Stomaträger seinen Stomatherapeuten informieren. Meist klingen die Beschwerden nach einer Anpassung der Stomaversorgung wieder ab.

Hernie (Bruch)

Jede Bauchoperation beeinflusst die Stabilität der Bauchwand. Bei einer Überbelastung, zum Beispiel bei schwerem Heben, kann es zu einem Bruch kommen, der so genannten Hernie. Die Bauchdecke wölbt sich an dieser Stelle nach außen.

Prolaps (Darmvorfall)

Bei einem Prolaps schiebt sich der Darm durch das Stoma nach außen und zieht sich nicht mehr selbstständig zurück.

Retraktion (Einziehung)

Bei der Retraktion zieht sich das Stoma unter die Haut zurück. Das Stoma hat dann die Form eines kleinen Trichters.

Stenose (Verengung)

Verengungen im Darm, die z.B. durch eine Entzündung entstehen, werden als Stenose bezeichnet.

Subileus (Blockade)

Nach einer Darmoperation entstehen Vernarbungen und Verwachsungen, die zu Engstellen (Stenosen) am Stoma und am Darm führen können. Schwer verdauliche Nahrungsmittel können an diesen Engstellen stecken bleiben und es kommt zu einer Blockade (Subileus). Bauchschmerzen und -krämpfe sind die Folge. Halten diese Beschwerden länger als 2 Stunden an oder sind zusätzlich mit Erbrechen verbunden, muss unmittelbar der Arzt oder eine ärztliche Ambulanz aufgesucht werden, da ein Darmverschluss (Ileus) drohen könnte.

Komplikationen beim Urostoma

Ursache für einen starken Uringeruch beim Leeren des Urostomiebeutels könnte ein Harnwegsinfekt sein. Auch eine dunkle Farbe des Urins, Schmerzen in der Nierengegend und Fieber sind typische Symptome einer Harnwegsinfektion.

Harnwegsinfekte treten bei Urostoma-Träger häufiger auf. Zur Vorbeugung sollten sie ausreichend trinken, bis zu drei Liter am Tag. Ob man genug getrunken hat, kann man selbst an der Farbe des Urins gut ablesen. Dieser sollte möglichst klar sein und nur eine geringe gelbliche Einfärbung haben.

Für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind stilles Mineralwasser, Saftschorlen, Früchte- und Kräutertees und klare Fleisch- oder Gemüsebrühen besonders geeignet.

Preiselbeersaft beugt zusätzlich der Harnkristallbildung vor. Diese Kristalle, die wie kleinste, weißliche Glassplitter aussehen, können sich auf der Haut um das Stoma herum ablagern und so Schmerzen verursachen können.